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Die TCM als Bindeglied zwischen Tradition und moderner Medizin

 Kinderwunsch – seit 2000 Jahren

Die TCM als Bindeglied zwischen Tradition und moderner Medizin

Was ist das Besondere an der Behandlung mit Traditioneller Chinesischer Medizin bei Kinderwunsch?

Die TCM ist eine der ältesten Medizinsysteme der Welt. Die Geschichte geht über 2000 Jahre zurück. Dadurch lässt sich viel Wissen aus der Erfahrung heraus sammeln. Viele Strategien haben sich über die Jahrhunderte entwickelt und bewährt. Doch Medizin ist auch immer ein wandelnder Prozess und stetiger Fortschritt. Das entspricht im Übrigen dem Denken der Chinesischen Philosophie: Nichts ist für die Ewigkeit und alles im stetigen Wandel. So ist es durchaus verständlich, dass auch die chinesische Medizin sich im Laufe der Jahre verändert hat. Und umso mehr Sinn macht es, die wunderbaren Fortschritte und Errungenschaften der heutigen westlichen Medizin mit dem klassischen Wissen zu verbinden. So können traditionell traditionelle Ansichten und Heilweisen genutzt werden und mit den Vorteilen der modernen Medizin kombiniert werden. So stellen wir uns die integrative Kinderwunschtherapie vor: das Beste aus zwei Medizinsystem, um den größten Vorteil für Patienten zu schaffen.

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema können Sie in meinem Artikel für die Fachzeitschrift „Naturheilkunde Journal“ nachlesen.

Frauenheilkunde im „alten“ China

Die Reproduktionsmedizin (Fortpflanzung) und Sexualität werden schon in der frühen Geschichte Chinas aufgegriffen. Die Ursprünge gehen auf den religiös-philosophisch Konfuzianismus und den Daoismus zurück. Ein mythologischer Arzt namens Bian Que hat erstmals den Term Daixia Yi erwähnt. Übersetzt bedeutet das so viel wie ein Arzt, der die Zustände unterhalb des Gürtels behandelt. Etwas später beschreibt auch der berühmte „Klassiker des gelben Kaisers“ weibliche Erkrankungen mit dem Begriff unterhalb der Gürtellinie. Wer sich hier auf die für die genauen geschichtlichen Hintergründe und wissenschaftliche Diskussionen interessiert, darf sich an meiner Semesterarbeit des Master-Studiums über die „Integration der Chinesischen Klassiker in das 21. Jahrhundert“ in deutsch oder englisch durchlesen. Tatsächlich scheint es aber so, dass zur damaligen Zeit die Erkrankungen der Frauen vor allem behandelt wurden, um die Fortpflanzung zu sichern und eine Schwangerschaft zu ermöglichen. Auch wenn das aus heutiger Sicht gesellschaftlich sehr fraglich ist, bringt es uns doch für die Kinderwunschtherapie mit TCM einen großen Vorteil: Das ganz „alte Wissen“ hat quasi einen Schwerpunkt auf die Fruchtbarkeit gelegt.

Was bedeutet integrative Reproduktion oder Kinderwunschtherapie?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht die Komplementärmedizin als verschiedene Therapiearten, die nicht die konventionelle Medizin des eigenen Landes darstellen. Zusätzlich, wird die traditionelle Medizin als eine Heilkunde beschrieben, die durch lange Tradition, von Kulturen geprägt und durch weitergegebenes Wissen entstanden ist. In der Chinesischen Medizin finden wir sowohl die komplementäre als auch die traditionelle Medizin wieder. Das hat auch die WHO erkannt: in der Strategie für traditionelle Medizin soll der Fokus stärker auf dem integrativen Ansatz liegen.

Auch wenn die Erfolge und die Anzahl der künstlichen Befruchtung beziehungsweise der Medizin durch Unterstützung verschiedener Reproduktionstechniken stetig steigen, scheint die Erfolgsrate trotzdem begrenzt zu sein. Vielleicht suchen deswegen immer mehr Paare weitere Hilfe durch traditionelle oder komplementäre Medizin. Die Akupunktur als Unterstützung für die IVF ist inzwischen sehr bekannt. Die positiven Effekte der Akupunktur zur Begleitung einer künstlichen Befruchtung konnten vielfältig gezeigt werden, trotzdem besteht hier sicherlich noch weiterer Forschungsbedarf.

Moderne TCM?

Viele mögen meinen, dass sich die Begriffe „traditionell“ und „modern“ nicht miteinander vereinen lassen. Doch wie eingangs bereits erwähnt, hat sich die chinesische Medizin im Laufe der Jahrhunderte immer wieder verändert. So sind durch die Erfahrungen der verschiedenen Ärzte neue Konzepte erstanden. Auch die klassische Chinesische Medizin kennt nicht nur eine Richtung. So ist ein Konzept, was heute vielen Akupunktur Praxen und auch in den Krankenhäusern in China praktiziert wird, erst im letzten Jahrhundert entstanden. Der chinesische Arzt Xia Guicheng hat das 4 Phasen Modell entwickelt. Hier geht es darum, die Akupunktur den verschiedenen Phasen des weiblichen Zyklus anzupassen. Das macht auch Sinn da wir sowohl westlich als auch durch die ganz alten Bücher der chinesischen Medizin wissen, dass viele natürlichen Phänomen auf den Mondphasen basieren. Später haben moderne TCM Therapeuten und Ärzte westliche Ansätze (wie die Bedeutung der Körperbasaltemperatur oder den Zervixschleim) hinzugefügt. Ebenso sind in den letzten Jahren immer mehr Akupunktur-Protokolle entstanden. Größtenteils liegt das wahrscheinlich daran, dass quantitative Studien ein gewisses Maß an Standardisierung benötigen. Diese Standardisierung lässt sich nicht immer mit der Chinesischen Medizin vereinbaren, aber die Studien helfen uns, bewährte Akupunkturpunkte in die Behandlung zu integrieren und so evidenzbasiert zu behandeln. Wenn die TCM doch auf die Erfahrung von alter Tradition zurückgreift, kann auch die Erfahrung und die Erkenntnisse aus modernen Studien einen Nutzen tragen.

Integrative Kinderwunschtherapie

In der integrativen Behandlung werden sowohl westliche Erkenntnisse wie Studienergebnisse genutzt, als auch der ganzheitliche Ansatz der Chinesischen Medizin und Akupunktur bewahrt. Wichtig ist hier, dass der Therapeut zusätzlich zu seinem Fachwissen der Naturheilkunde auch über Grundkenntnisse der Reproduktionsmedizin -also der Kinderwunschbehandlung oder assistierten Reproduktion- verfügt. In Deutschland gibt es -im Gegensatz zu anderen Ländern- keine Lizenz oder ein überwachendes Organ für Spezialisten der integrativen Reproduktionsmedizin mit TCM. Aus diesem Grund hat Jessica Noll nicht nur in Deutschland anerkannte Zusatz-Ausbildungen für die integrative Gynäkologie abgelegt, sondern auch das internationale ABORM-Examen. In Amerika ist diese Gesellschaft das oberste Qualitätsmerkmal für Kinderwunsch-Therapeuten.

 

Doch warum ist das so wichtig?

Es ist ein Wunder, was die moderne Medizin inzwischen leisten kann. Doch die Abläufe sind kompliziert und das reine Wissen der Naturheilkunde reicht hier nicht aus. Die Medikamente z.B. zur Hormonstimualtion verändern das natürliche Bild. Der Therapeut muss wissen, welche Wirkungen und Nebenwirkungen entstehen. Und genauso ist es wichtig, über aktuelle Studien informiert zu sein – sowohl im Rahmen der TCM und Akupunktur, als auch für die künstliche Befruchtung. Nur so kann eine bestmögliche Therapie gesichert werden! Um diesen Kreis zu schließen ist Frau Noll auch Mitglied in der  OGKA und der  ESHRE , beides sind Organisationen medizinischer Fachkreise und evidenzbasiert.

 

Haben Sie weitere Fragen zur integrativen Kinderwunschtherapie?

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